Verein
11.05.2011
BCL kommt mit seinem besten Ergebnis von der Deutschen Meisterschaft Ü45 aus Köln zurück
Zum fünften Mal in Folge nahm der der BC Langendreer an den Deutschen Meisterschaften der AK Ü 45 der Herren teil. Erstmals wurde das Viertelfinale erreicht. Gestoppt wurde man dort vom späteren Meister Breitengüssbach. So blieb am Ende der 8. Platz, der nach Änderung des Regelwerkes aber die sichere Teilnahme an der Endrunde 2012 in Heidelberg bedeutet.
Auch in diesem Jahr stellte der BC Langendreer die größte Delegation. Über 30 Personen – Spieler, Coach, Spielerfrauen und Fans – traten die Reise nach Köln an und sorgten wieder mal für eine meisterwürdige Stimmung. Das Ziel aus dem Vorjahr, endlich unter die besten 8 der 16 Teilnehmer zu kommen, sollte mit einem Jahr Verspätung endlich erreicht werden.
Bestärkt wurde der Club aus dem Bochumer Osten durch die Gruppenauslosung. Mit Ausnahme von DBV Charlottenburg, dem Titelverteidiger, warteten scheinbar durchaus machbare Aufgaben in der Gruppe A.
Die Gruppenphase
Erster Gruppengegner war die KuSG Leimen. Ein unbeschriebenes Blatt für den BCL. Das Team um Frank Ortmann erwischte einen schlechten Start. „Einzig die gute Verteidigungsarbeit, bewahrte uns vor einem höheren Rückstand“, musste Coach Sven Simon schon früh eine erste Auszeit nehmen (1:5, 5. Minute). “ Bei einer Spielzeit von 2 mal 10 Minuten, hat man nicht viel Zeit, um sein Spiel zu korrigieren!“ Offensichtlich wurden die richtigen Worte gefunden. Mit 14:11 ging es in die Halbzeit.
Nach der Halbzeit schien es zunächst so, als sollte der BCL den ersten Sieg souverän einfahren (19:11, 12. Minute). Aber der Faden riss. In nur 2 Minuten gab man den Vorsprung wieder her. Und so wurde es bis zum Ende eine Zitterpartie. Die 4-Punkteführung 2 Minuten vor Schluss konnte Leimen aber zu spät kontern und so stand am Ende ein etwas glücklicher 29:28-Sieg. „Wir hätten ebenso verlieren können“, war man am Ende einfach nur froh, sich nicht schon im ersten Spiel von seinem Ziel zu verabschieden.
Im zweiten Gruppenspiel ging es – wie bereits im Vorjahr - gegen den amtierenden Meister DBV Charlottenburg. Die Berliner waren auch in diesem Jahr eine Nummer zu groß für den BCL. 6 Minuten brauchte man, um den ersten Korberfolg zu erzielen (3:13). So ging es in diesem Spiel nur darum, die Kräfte für das Gruppenfinale zu schonen. So kam auch der Teamsenior Udo Behnke zum Einsatz und brachte unter besonderem Jubel der Fans seinen 3-Punkteversuch sicher im Korb unter. Kleiner Wehrmutstropfen – der schon für die Altersklasse Ü55 spielberechtigte konnte seine gute Leistung nicht mehr bestätigen, weil er sich kurz nach der Aktion verletzte. Am Ende stand die erwartete Niederlage (19:44), die, wenn die Berliner gewollt hätten, auch höher hätte ausfallen können.
Das Gruppenfinale wurde gegen den FC Tegernheim (bei Regensburg) ausgetragen, die zwischenzeitlich gegen Leimen verloren hatten. Ein Sieg und der BCL hätte sein Ziel erreicht! War die Begegnung zu Beginn noch offen (7:6, 4. Minute), so schien das Team von Sven Simon ab Mitte der 1. Halbzeit wie gelähmt. Die Vorgabe, das Centerspiel des Gegners zu unterbinden konnten nicht umgesetzt werden. „Erst die Umstellung auf eine Zonenvereidigung hat uns wieder zurück ins Spiel gebracht“, war Simon vor allem auch dankbar, dass die Fans das Team weiterhin puschten. So konnte der Pausenrückstand (11:19) nach der Halbzeit Punkt für Punkt verringert werden. Und als der BCL kurz davor war das Spiel zu seinen Gunsten zu drehen, unterbrachen die Schiedsrichter das Spiel. Das Kampfgericht monierte die Lautstärke der Bochumer Fans. „Die Unterbrechung kam für uns zum ungünstigsten Zeitpunkt. Wir lagen zwar noch hinten, aber der Gegner war platt und bekam jetzt Zeit zum durchatmen.“ Zum Glück war die Pause bis zum Auswechseln des Kampfgerichtes zu kurz für Tegernheim um sich vollständig zu erholen. Ab der 8. Minute ließen die Bochumer keinen Korb mehr zu und konnten das Spiel mit 29:24 für sich entscheiden. Danach war der Jubel groß! Das Viertelfinale war erreicht.
Das Viertelfinale
Im Viertelfinale wartet der Ausrichter des Vorjahres TSV Breitengüssbach. Schon im letzten Jahr war der TSV mit Titelambitionen gestartet. Eine schwere Aufgabe, um das ohnehin schon gute Ergebnis zu toppen! Bis zur Halbzeit konnten die Langendreerer dem Favoriten aus Franken das Leben schwer machen (14:18), doch dann war es mit der Herrlichkeit vorbei. Nach Wiederanpfiff war das Spiel innerhalb von 4 Minuten entschieden (14:26). „Wir konnten nichts mehr zusetzen!“ So schied der BCL auch in der Höhe (20:39) verdient aus dem Titelrennen aus. Breitengüssbach wurde am Sonntag Deutscher Meister!
Trotzdem waren alle BCLer am Abend des ersten Turniertages zufrieden. Außerdem hielt der Abend noch eine Überraschung für den BCL parat. Von der Teamleitersitzung brachte Sven Simon ein Abstimmungsergebnis mit, welches den BCL nochmal jubeln lies. Ab dem Turnier 2012 sind die 8 bestplatzierten Teams des Vorjahres automatisch für die Endrunde qualifiziert. Damit können die Langendreerer Recken schon jetzt für die Endrunde 2012 planen. Eine ggf. mögliche Teilnahme am Turnier der Altersklasse Ü50 wurde bereits am Abend verworfen. Alle waren sich einig:“Wir fahren im Mai 2012 nach Heidelberg!“
Die Platzierungsrunde
Am Sonntag standen noch zwei Spiele auf dem Programm. Bis Platz 5 war noch alles möglich. Im ersten Spiel ging es gegen alte Bekannte aus Hagen. Boele-Kabel trat allerdings nicht in Bestbesetzung an. So machte man sich im Langendreerer Lager durchaus Hoffnungen, im Tableau noch etwas nach vorne zu rücken. Beim Qualifikationsturnier Anfang März war man noch deutlich unterlegen. Die Hoffnung, diesmal das bessere Ende für sich zu haben wurden durch einen guten Start genährt (7:2, 3. Minute). Auch zur Halbzeit war die Begegnung noch völlig offen (14:14). Doch beim Stande von 19:14 (13. Minute) musste Simon fassungslos mit ansehen, dass sein Team nichts mehr zuzusetzen hatte. Ein 15:0 Lauf von Boele war durch nichts zu stoppen. „Wir haben gar nicht mehr getroffen und bei den Hagenern saß jeder Wurf!“ 2 Minuten vor dem Ende war der Keks gegessen (19:30). Nach dem Spiel herrschte erst mal Enttäuschung über die verpasste Möglichkeit.
„Davon haben wir uns nicht mehr erholt.“ Das Spiel um Platz 7 war schnell entschieden. 11:21 stand es bereits zur Halbzeit. Und das gegen die BG Köln, die man auf dem heimischen Qaulifikationsturnier noch geschlagen hatte. So blieb am Ende der 8. Platz. Vorher als großes Ziel ausgegeben. Doch ein wenig war doch der Gedanke im Kopf: „Da war vielleicht mehr drin!“
„Wir haben es nicht geschafft spielerisch an die Leistung des Qualifikationsturniers heranzukommen“, zog Simon sein Fazit. „Aber ich finde trotzdem, dass diese Ergebnis ein großer Erfolg für uns ist! Und das Wochenende in Köln mit der Truppe war sowieso wieder ein Erlebnis!“
Außerdem wird das Ergebnis ja 2012 auch mit einer Reise nach Heidelberg belohnt. In 2013 kann der Kader dann fast geschlossen in die Altersklasse Ü50 wechseln.
Für den BC Langendreer spielten:
Torsten Baumann (16 Punkte), Andreas Bayer (18), Burkhard Becker (4), Udo Behnke (3), Oliver Borgert (22), Anders Brenk (2), Ralf Haumann (2), Frank Mallek (-), Dirk Meier (4), Axel Meuren (8), Frank Ortmann (45) und Thomas Stein (9)
Nicht eingesetzt: Martin Schlinkmann

