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SG BC Langendreer / BSV Wulfen qualifiziert sich für Deutsche Meisterschaft Ü50

Zum ersten Mal bildeten die Ü50-Teams des BC Langendreer und des BSV Wulfen eine Spielgemeinschaft. Ziel war die Qualifikation für die Deutschen Meisterschaften 2016 vor den Toren Hamburgs. Mit dem Turniersieg am 07. Februar in Sandhausen wurde das Ziel nun erreicht! Auch wenn am Anfang noch etwas Sand im Getriebe war.

Beide Vereine hatten sich in der Vergangenheit schon bei vielen Endrundeturnieren auf dem Parkett getroffen. Bisher allerdings als Gegner. Neben dem Spielfeld hat man sich aber schon immer gut verstanden. Da bei beiden Teams die Spielerdecke über die Zeit dünner geworden ist, war es naheliegend es nun mal gemeinsam zu versuchen. Das sportliche Ziel war ambitioniert. Schließlich waren für das Endrundenturnier nur noch 7 Startplätze zu vergeben. Darauf hatten sich allerdings 20 Teams beweorben.

Bei einem gemeinsamen Training in Langendreer war schnell klar, dass es menschlich super klappen wird. Und auch aus sportlicher Sicht machte sich das Gefühl breit, dass man mit dieser Truppe das gesteckte Ziel auch erreichen könnte! So machte sich am letzten Wochenende eine ansehnliche Reisegruppe von 13 Spielern, 2 Coaches und einem Fan auf den Weg nach Heidelberg, wo das Team sein Quartier bezog. Beim gemeinsamen Abend im Wirtshaus „Zum Seppl“ wurde nur wenig an der Taktik getüftelt! Vielmehr wurde die Basis für den Teamspirit gelegt.

TG Sandhausen - SG BC Langendreer / BSV Wulfen 27:20 (19:8)

Mit dem ersten Spiel gegen die Gastgeber startete man am Sonntagmorgen in das Turnier. Ob es die frühe Anwurfzeit oder die noch fehlende Abstimmung im Team war, lässt sich gar nicht so genau sagen. Irgendwie schien es aber so zu sein, dass die richtige Mischung noch nicht gefunden war. Über das Ergebnis war man sichtlich enttäuscht. Der Glaube, dass man noch eine Chance auf eine erfolgreiche Quali hat, ging ein wenig verloren. Trotzdem waren sich alle einig, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. „Dann müssen wir beim nächsten Mal eben häufiger zusammen trainieren“, war das Fazit.

KuSG Leimen - SG BC Langendreer / BSV Wulfen 27:36 (14:13)

In diesem Spiel wurde schon deutlicher, welch große Bedeutung die Tiefe der Bank in einem solchen Turnier hat. Zu Beginn war das Spiel noch ausgeglichen. Doch mit zunehmender Spieldauer, konnte sich die SG immer stärker durchsetzen. Bei den Leistungsträgern der Gegner schwanden die Kräfte. Adäquater Ersatz von der Bank war nicht vorhanden. Ganz anders bei uns. Wir konnten durchwechseln und hatten immer ein schlagkräftiges Team auf dem Feld. Was der am Ende recht deutliche Sieg wert war, ließ sich nicht abschätzen.

Leimen ebnete den Weg zum Erfolg

Bei einem Sieg im letzten Spiel gegen Schalke 04 drohte uns ein direkter Vergleich mit Schalke und Sandhausen. Hier hatten wir durch die recht hohe Niederlage gegen Sandhausen schlechte Karten. Es hätte ein deutlicher Sieg mit über 10 Punkten werden müssen, es sei denn Leimen schlüge im vorletzten Spiel Sandhausen. Leimen gegen Sandhausen war ein Lokalderby mit viel Zuspruch von den Zuschauerrängen. Vielleicht hat auch die lokale Rivalität dazu geführt, dass sich das bisher sieglose Team aus Leimen noch mal richtig reinhing. Trotz deutlichen Rückstandes zur Pause drehten Sie die Partie kurz vor Schluss. Damit gaben sie uns die Chance auf ein echtes Finale. Ein Ruhrpottderby am Neckar.

Schalke 04 - SG BC Langendreer / BSV Wulfen 30:32 (10:15)

Es war das letzte Spiel des Tages und der Turnierverlauf machte es zu einem echten Finale. Der Sieger der Begegnung würde das Turnier gewinnen und sich direkt für die Endrunde qualifizieren. Und jetzt schlug tatsächlich unsere Stunde. Aufgrund der Größe des Kaders waren wir ausgeruhter als die Gegner. Zumal Schalke auf eine Übernachtung verzichtet hatte und erst in frühen Morgenstunden gen Süden gestartet war.

Mit einer konsequenten Mannverteidigung setzen wird das Aufbauspiel der Schalker über die gesamte Spielzeit unter Druck. Hierdurch ergaben sich viele Ballgewinne, die wir für einfache Abschlüsse nutzen konnten. Trotzdem war es ein Herzschlagfinale. Mit einem Dreier in der Schlussminute kam Schalke auf 1 Punkt heran. Wir versuchten die letzten Sekunden herunterzuspielen, was durch ein ballfernes Foul von Schalke unterbrochen wurde. Leider werteten die Schiedsrichter dieses Foul  – aus unserer Sicht unverständlicherweise - als ein normales Foul. Wir mussten an die Freiwurflinie. Nach einem verwandelten Wurf blieben noch 8 Sekunden auf der Uhr. Einen kontrollierten Abschluss der Schalker konnten wir dann allerdings verhindern und wir durften jubeln.

Kurz darauf verkündete der Hallensprecher das nicht mehr für möglich gehaltene Ergebnis: Wir waren Turniersieger! Es hatte sich also auch aus sportlicher Sicht gelohnt. Der Kader war so stark besetzt, dass die Coaches alle Spieler jederzeit auf Spielfeld hätten schicken können! Eine ungewohnt hohe Qualität in dieser Altersklasse. Und dabei musste Andreas Bayer am Turniertag noch verletzungsbedingt passen. Nun wird gemeinsames Training vor der Endrunde Ende Mai geplant. Mal sehen, was dann für das Team möglich ist.

Es spielten:

Willi Arentz (BSV Wulfen; 0/0/2), Torsten Baumann (BC Langendreer; 5/8/5), Burkhard Becker (BCL; 0/0/0), Frank Berkel (BSV; 0/3/2), Oliver Borgert (BCL; 6/4/7), Andreas Leistner (BSV; 3/7/13), Thomas Leistner (BSV; 0/0/0), Dirk Meier (BCL; 2/0/0), Axel Meuren (BCL; 0/2/2), Frank Ortmann (BCL; 3/4/3), Detlef Sauer (BSV; 0/4/0) und Max Schürmann (BSV; 1/4/0)